Freitag, 21. Februar 2014

Welcher Verlag

Ich habe mich schlussendlich doch für Books on demand entschieden. Warum? Was waren für mich die Vor- und Nachteile gegenüber herkömmlichen Verlagen?

* Vorteile

- Ich kann meine Rechte für eine übersichtliche Summe zurückkaufen. Ansonsten ist die Laufzeit des Vertrags relativ übersichtlich - im Gegensatz zu anderen Verlagen.

- Ich konnte schreiben, wie ich nun einmal schreibe. Mein Stil ist mein Stil. Das macht mich aus. Ich mag mich nicht zensieren lassen.

- Vom Cover hatte ich eine bestimmte Vorstellung. Auch da hätte ich mir nichts sagen lassen wollen.


* Nachteile

- Werbung muss ich selbst machen
Naja. Ich habe keine Gigaerwartungen an den Buchabsatz (ich würde mich freuen, wenn ich die Kosten für das Cover rausbekommen würde). LCHF ist bisher sowieso ein "Nischenthema". Und ich glaube in der Beziehung ein wenig an das Schicksal: Wenn es so sein soll, wird es interessieren. Ich werbe über die Kanäle, die ich erreichen kann, und wir schauen, was passiert. *Que sera, sera, what ever will be, will be - the future's not ours to see, que sera, sera. What will be, will be*

- Die Kosten
Ein Buch dieser Art ist relativ teuer. Aber es hat für mich den Vorteil, dass ich mich um nichts weiter kümmern muss. Jemand bestellt, es wird gedruckt. Die einzige andere, akzeptable Option wäre für mich gewesen, selbst einen Verlag zu gründen, den Buchabsatz zu schätzen und zu bestellen, und dann wäre der LKW irgendwann rückwärts an die Garage herangefahren und hätte eine Palette Bücher abgesetzt, die ich alle selbst in Vorkasse hätte bezahlen und verkaufen müssen (inklusive Risiko, Zahlungeingangkontrolle und Versand). Das macht nun alles BOD. Ich habe geschrieben, formatiert und hochgeladen. Den Rest macht dieser Verlag.

- Schlechter Ruf??
Ehrlich? Mein Buch wäre inhaltlich das Gleiche gewesen, egal welcher Verlag - sonst hätte ich nicht veröffentlicht. Dass am Ruf nun hie und da gezweifelt wird... Mir auch egal. Mein Buch ist mein Buch ist mein Buch, ob BOD oder was auch immer. Wenn jemand das Buch wegen des gewählten Verlags nicht kaufen möchte.. nun, da kann ich dann auch nicht helfen. Ich hab ehrlich gesagt noch NIE den Kauf eines Buchs vom VERLAG abhängig gemacht, aber vielleicht bin ich da einzigartig. Mir ging es stets um den Inhalt. Jemand sagte mal, es sei ein Egoding, wenn jemand über einen solchen Verlag veröffentlichen würde. JA, es ist ein Egoding. Aber ich geh noch einen Schritt weiter und behaupte: Buchveröffentlichungen sind meistens ein Egoding. Sollte es sein, da steckt literweise Herzblut drin. Denn sonst ist es was? Ein Profitding? Dann doch lieber ein Egoding.   

Wie gesagt, ich habe lange überlegt und schließlich aus dem Bauch heraus entschieden.


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