Montag, 15. Dezember 2014

Adventiöse Klemm-Mahn-Buxe


Fast egal, wo man derzeit hinkommt, überall gibt es was zu futtern. Bonbönchen, Kekschen, sogar in meinem BIO-Markt wurde ich mit einem Erdnüsschen-Tütchen beglückt. Das "-chen" hänge ich übrigens dran, weil bei freundlicher Ablehnung des Dargebotenen gerne verteidigend betont wird:

"Och, das eine Kekschen."
"Ist doch nur ein kleines Tütchen!"
etc. pp.

Ist ja durchaus eine nette Geste, aber recht figurschädlich und LCHF schon gar nicht. 

Erdnussexkurs:
Nein! Erdnüsse deshalb nicht, weil Erdnüsse eigentlich gar keine Nüsse sind, auch wenn sie so heißen. Das sind Hülsenfrüchte! Und sie haben ordentlich KHs. Also Achtung. 

Außerdem halte ich nichts von Zwischenmahlzeiten, die man sich einfach mal so neben den normalen Mahlzeiten verabreicht. Oder glaubt ihr, man hat dann am Abend noch die Übersicht, wie viel ihr tatsächlich zu euch genommen habt, inklusive dieser kleinen Extras?

Im Hinterkopf speichert sich das Kekschen zwar vielleicht ab, aber bei mir waren Kekse bereits VOR LCHF durch, seitdem ich irgendwo gelesen habe, dass ein vereinzeltes, armseliges, beknacktes Vanillekipferl schon 80 kcal hat.

EINS! 
Und wer isst schon EINEN Keks, wenn eine ganze Schüssel vor einen gestellt wird?

Ganz zu schweigen davon, dass Zwischenmahlzeiten nullkommanix mit echtem Hunger zu tun haben. Hätte man echten Hunger, würde eine Zwischenmahlzeit wohl kaum ausreichen. 

Jedenfalls sind diese kleinen Verlockungen, die man jahreszeitentypisch überall bekommt, aus meiner Sicht brandgefährlich. Interessanterweise bin selbst ich als LCHFler und Nichtsüßmöger in Gefahr. Wenn ich nämlich immer und überall andere Menschen kauen sehe, regt sich ein kleines, winselndes Wollen in mir. Klingt komisch, ist aber so. Dieser "Gönn-, Futterneid- und Belohnungsknopf" ist in meinem Gehirn nach wie vor zwischendrin aktiv. Den kann ich noch so angehen, ab und an erwische ich mich doch dabei.

Was tun?

Weil ich mich kenne, habe ich direkt die ganz dicken Daumenschrauben festgedreht. Mit einer "adventiösen Klemm-Mahn-Buxe". Das ist eine Hose, die mir schon bei Niedrigstgewicht etwas spack (regional für "eng") war. Jetzt ist sie... nun... noch enger, auch wenn sie sich problemlos schließen lässt.

Problemloses Schließen bitte nicht mit problematischem Schließen verwechseln! Zweiteres ist der Klassiker mit rücklings auf dem Bett liegen, Bauch einziehen, Luft anhalten und Reißverschluss quasi per Zange hochzerren - das kenne ich noch von ganz früher. Das ist aber etwas, was ich nie mehr mitmachen würde! Dennoch ist das Leben in dieser Hose nicht 100%ig gemütlich. Jedenfalls nicht so gemütlich, wie in den stretchigen Sportklamotten, in denen ich ansonsten viel Zeit verbringe und die reichlich Spielraum für körperliche Ausdehnung lassen. 

Diese Klemm-Buxe trage ich derzeit so oft wie möglich, wenn ich unterwegs bin. Durch den leichten Dauerdruck im Bund erinnert sie mich konstant daran, dass ich meine Finger und Kiefer in Zaum halten sollte, wenn ich die Weihnachtszeit ohne Zunahme überstehen möchte.

Ja, klar, ich weiß. Manche verstehen meine Vorgehensweise nicht und möchten in der Weihnachtszeit fünfe gerade sein lassen. Kann jeder für sich selbst bestimmen - daher bestimme eben ich für mich, dass ich das nicht möchte.

Und die Buxe zeigt Wirkung! 
Ich habe jedenfalls in der gesamten Vorweihnachtszeit noch keine Zunahme zu verzeichnen.

Den Trick habe ich übrigens von meiner Mutter abgeguckt. :)
Oder kennt ihr den auch?

Wie macht ihr das mit dem Abnehmen in der Weihnachtszeit?
Läuft es oder macht ihr eine Pause?
Habt ihr einen anderen, interessanten Trick auf Lager?










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