Freitag, 19. Dezember 2014

Für den Bekannten von S.L.


Am Dienstag war das letzte Training mit den DienstagsmädelzundeinKerlz (wobei... der war schon länger nicht da. Drei Wochen? Hm.) für dieses Jahr. 

Die Stunde verlief ungewohnt sanftmütig, denn sie endete mit einer "Traumreise". Bevor ihr jetzt denkt, dass ich wegen der herannahenden Feiertage plötzlich versoftet bin... Neeeeneeeee. Dazu habe ich die Micha gezwungen engagiert, die übt das nämlich gerade mit dem autogenen Training. Und obwohl Entspannungsübungen nach wie vor nicht so meine Sache sind, fand ich es sehr schön. 

Aber das nur am Rande.

Am Ende der Stunde kam S., eins meiner sehr regelmäßigen und fleißigen Dienstagsmädelz, zu mir und hat mir eine lustig-tolle Begebenheit erzählt. 

Achtung:
Begebenheit aus meinem Gedächtnisprotokoll notiert und weil ich mich schon während ihrer Erzählung extrem gefreut habe, kann ich dafür inhaltlich nicht zu 100% und bis ins letzte Detail die Hand ins Feuer legen. 

Jedenfalls hat sie neulich einen Bekannten getroffen, den sie anscheinend eine Weile nicht gesehen hat. Ihr fiel auf, dass er richtig viel abgenommen hat. Natürlich lobt man als gute Freundin Freunde dafür und sie fragte bei der Gelegenheit, wie er das denn gemacht habe.

"Da sagte er: Mit Fleisch und Gemüse und...", wollte S. fortfahren.

Leider unterbrach ich sie in meiner Begeisterung, weil ich sofort messerscharf aus diesen wenigen Worten schloss:
"Aaaaahhhh.. Isst er so wie ich? Also LCHF? Isst er LCHF? Echt? Wie cool." 

"Warte doch mal. Ich erzähle weiter. Jedenfalls sagte ich ihm dann, dass das genau so klingen würde wie die Ernährung, die meine Trainerin in Jülich macht. LCHF. Und dass du einen Blog hast, hab ich auch gesagt. Davon weiß ich ja."

Wieder platzte ich ihr voller Stolz in die Erzählung *schäm*:
"Wenn der LCHF isst, dann kennt der mich! Der kennt mich bestimmt."

"Moah, ja. Genau."

Ich muss kurz einwerfen, dass ich S. wirklich für ihre Engelsgeduld in dieser Situation bewundere. Ist nicht ganz einfach, wenn man etwas erzählen möchte und die Angesprochene (die im übrigen einige Dekaden älter ist, kein Kindergartenkind!) grinst wie ein Honigkuchenpferd, macht merkwürdige Geräusche und - ich gebe es nicht sooo gerne zu - hopselt sogar gleichzeitig dabei auf den Zehenspitzen herum. Die suddasche Contenance war sozusagen minimal durch. Es folgen die Wortfetzen, die danach noch mein Ohr erreichten:

"Schon 11 kg abgenommen!"

"Als ich letztens bei ihm war, gab es Oopsie-Burger aus deinem Rezeptteil!"

"Soll dir schöne Grüße bestellen!"


Das ist jedesmal das Gleiche mit mir, wenn ich solche oder ähnliche Erlebnisse haben darf. Ich freu mich wie ein Kind. Da kann ich nix für. Das ist so, als wenn sich auf einmal ein Fensterchen öffnet und mir jemand zuwinkt. Ganz merkwürdig.

Bloggen ist toll. Mir gibt es so viel, wenn ich schreibe und Kommentare von euch bekomme. Oder Mails (muss gleich noch dringend welche beantworten). Wenn einem dann aber auf einmal so eine Situation unterkommt, über mehrere Ecken und voll im Alltag, dann ist das besonders spannend oder merkwürdig. Versteht mich einer?


Lieber Stephan,

wie ich S. schon sagte: Ich fände es toll, wenn du mal zum Training kommen würdest. Sie soll dich einfach mitschleifen, den Auftrag habe ich ihr erteilt. Es wäre mir eine Ehre. Dann könnten wir hinterher noch ein bisschen quasseln.

Trau dich! Ist gar nicht schlimm. 
*schwör*

Ganz liebe Grüße
von

Annika alias Sudda



Exkurs:
Ihr dürft natürlich auch alle kommen! Das wäre der Klopper. 



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