Samstag, 20. Dezember 2014

Gemüse-Chips #1: Wirsing


Bei unserer Tour nach/durch Lappland fanden der Mann und ich in einem Supermarkt Gemüsechips. Wie spannend. Die musste wir natürlich probieren. 

Sie waren auch wirklich lecker, nur leider waren einzelne Gemüsesorten dabei, die ich nicht unbedingt essen mag oder sollte (Süßkartoffel- und vereinzelte echte Kartoffelchips). Warum also nicht selbst machen? Dann weiß ich auch genau, was in den Chips enthalten ist! Sehr raffiniert.

Ich suchte in den Weiten des Internets und fand diverse Vorschläge. Darum hier und jetzt mein erster Chipsversuch. Heute mit Wirsing, weil das eins meiner liebsten Gemüsesorten ist. 

So geht das:

1. Den Wirsing vorsichtig auseinanderfusseln, so dass man am Schluss die einzelnen großen Blätter in Gänze vor sich hat. 

2. Den großen Strunk aus der Mitte mit zwei gekonnten Schnitten links und rechts entlang der Rippe entfernen und die Blätter in die gewünschte Chipsgröße zerschneiden.

3. Die Blätterstücke waschen und wirklich gründlich schleudern oder anderweitig trocknen oder trocknen lassen - je nachdem, wie viel Zeit man hat. 

4. Die Chips gründlich in einer Schüssel mit Öl einmassieren und würzen (ich hab bei meinem ersten Versuch nur Salz genommen. Es sind aber ganz viele Möglichkeiten denkbar: Cayenne-Pfeffer, Paprikapulver, Curry...). Ich habe sehr hochwertiges Olivenöl verwendet, das schon in sich unglaublich fruchtig und herrlich riecht. Da wollte ich nicht noch weitere Gewürze drüber ballern. In der Beziehung bin ich Minimalistin.

Bemerkung:
Die gründliche Fummelei zahlt sich aus!




5. Den Backofen auf 100°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die angehenden Chips darauf verteilen. Dabei die Blätter nicht übereinander legen. Ist natürlich nicht sehr ergiebig, aber vielleicht kann man, wenn man mit Umluft arbeitet, direkt mehrere Bleche backen. 

6. Die Chips ca. 40-50 min. im Ofen trocknen lassen, dauert je nach Blattreife unterschiedlich -siehe Beobachtungen. Zwischendrin mal ein wenig umschichten. 

Beobachtungen:
  • Je grüner die Blätter, desto schneller sind sie kross. Ich habe einzelne grüne vor dem Rest aus dem Ofen gefischt.
  • Die Chips "crossen noch nach", nachdem man sie aus dem Ofen genommen hat. Sehr interessant.
  • Das nächste Mal salze ich im Vorfeld dezenter. Man kann etwas weniger nehmen, als man beim Anblick der Blätter zunächst denkt. Die schrumpeln im Ofen deutlich!

Beurteilung:
  • Schmeckt superlecker! Unglaublich gut. Überlege, welche Dips ich mir für heute Abend dazu machen soll... Tipps?









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