Samstag, 13. Juni 2015

LCHF-Rezept? Sonnes Brot für Gäste - und was ich daraus gemacht habe...

"Das backe ich, wenn ich Gäste habe, die Brot haben möchten", sagte sie und ließ mich von einem Brot probieren, dass äußerlich einiges mit Schwarzbrot gemein hatte, innerlich aber aus diversen Nüssen und Samen bestand und - im übrigen - echt ganz gut schmeckte!

Aha-aha-aha.

"Das ist auch ganz simpel zu machen. Einfach die Zutaten mit einem Löffel verrühren, kurz ruhen lassen, backen, fertig!"

Aha-aha-aha.

"Der Vorteil dieses Brots ist außerdem, dass es nicht - wie so oft von den Backenden bei LCHF bemängelt - sehr stark nach Ei oder Quark schmecken kann. Es ist nämlich weder Ei noch Quark drin. Im Prinzip ist das nichts anderes als ein anders gebackenes Heinrichknäcke mit mehr Zutaten. Und dadurch, dass es als Ganzes gebacken wird, bleibt es saftig!", lächelte sie. 

Aaaahhhhhh!

Das klang ja sogar für einen backresistenten Menschen wie mich einfach. Normalerweise bin ich - wie auch bei der Beschaffung für Kuchen für Gäste - sehr schmerzbefreit und greife höchst gerne auf die diversen Produkte der hiesigen Bäckereien und Supermärkte zurück. Wenn andere Menschen gerne Brot essen möchte, habe ich damit wenig Problem.

Jetzt ist das Kleine der Familie 18 geworden und ich dachte mir, dass es eine gute Idee sei, dieses Brot anzubieten, neben den üblichen Verdächtigen, denn das Kind wünscht sich für heute Abend gemischte Aufschnitt-, Rohkost- und Käseplatte, dazu Antipasti - lauter Fingerpflückkrempel eben. Bin ich natürlich einverstanden, hat es doch den unschlagbaren Vorteil, dass ich selbst recht wenig Aufwand habe.

Tömtömtöm... Sudda backt!

Diese Sensation muss mal klar zelebriert werden. Im Laufe der Zubereitungszeit wurde mir allerdings bewusst, WARUM ich so selten backe. Ich bin einfach nicht für Backrezepte geschaffen, weil ich es nicht schaffe, mich genau an die Vorgaben zu halten - warum auch immer. Vorher war ich jedoch noch - wie bereits erwähnt - auf BIO-Supermarkt-Exkursion, denn wer backen will und gerade dieses Brot, sollte die abenteuerlichsten Zutaten im Hause haben.

Problem 1:
Ich hatte mir das Rezept nicht ausgedruckt/abgeschrieben, sondern konnte die Zutatenliste nur zwischendrin auf dem minikleinen Handydisplay ablesen, da Sonne mir das Rezept per Mail hatte zukommen lassen.

Also erst einmal ab in den Einkaufswagen mit lauter fremden Sachen. Da ich kein sonderlich geduldiger Mensch bin, landete auf diese Weise alles mögliche im Korb, manches aber auch dummerweise nicht... 

Zuhause angekommen schnappte ich mir eine Schüssel, die Küchenwaage, die Kastenform und einen Löffel, heizte den Backofen auf 150°C Umluft vor - legte mir dieses Mal sogar das Rezept bereit:

  • 130 Gramm gemahlene Mandeln 
  • 135 Gramm Sonnenblumenkerne
  • 15 Gramm Hanfsamen 
  • 90 Gramm ganze Leinsamen
  • 70 Gramm grob gehackte Walnüsse
  • 2 TL Chia-Samen
  • 4 TL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 3 TL Ghee oder Kokosöl
  • 350 ml Wasser

Da ich es für Spülverschwendung halte, mehrere Schüsseln zu verwenden, arbeite ich mit der Waage und der TARA-Taste, dann brauche ich auch nicht viel denken. Zutaten in angegebener Menge in die Schüssel schubsen, TARA und die Waage steht wieder auf NULL, nächste Zutat... etc.

Das Ganze ließ sich schon blöd an - ich hatte nur 125 g gemahlene Mandeln. Hmhm... Und die Sonnenblumenkerne hatten es sehr eilig aus der Verpackung zu  kommen: 150 g. Egal.

Aus dem gleichen Grund wurden aus den Hanfsamen 20 g, bevor ich mein "Schütthändchen" gebremst bekam. Mit den Leinsamen war ich mir dafür einig - 90 g und keinen Fussel mehr! 

Shice - ich hatte keine Walnüsse. Und nu? Ah, hinten im Schrank hatte die Mutti noch Kürbiskerne. Ist ja fast das gleiche... *räusper* Sicherheitshalber nahm ich aber nur 50 g, dafür aber 3 TL Chia. Schon auch weil ich mir nicht sicher war, ob das im Rezept gestrichene oder gehäufte TL sein sollten. Gut, ich hätte Sonne bestimmt auch mal schnell anrufen können, aber ein bisschen Freestyle wird wohl noch erlaubt sein!

Da! Ein ähnliches Problem mit Salz. Dicker oder dezenter Löffel voll? An der Stelle verhielt ich mich jedoch lieber defensiv. Lieber weniger Salz als zu viel. Dafür gab ich ein bisschen "Brotgewürz" dazu, dass ich beim Einkauf im BIO-Supermarkt zufällig entdeckt hatte. Ich Rebell!

Dann fiel mir ein, dass ich noch Leinmehl hatte. Ha. Damit konnte man doch ein wenig die fehlenden geriebenen Mandeln kompensieren, oder? 1 EL Leinmehl landete in der Schüssel. Hm. Viel hilft viel. Noch ein EL Leinmehl landete im Topf. Dann fielen mir noch die Flohsamenschalen ein. Die hatte ich doch eben auch im Supermarkt gekauft. 2 EL Flohsamenschalen hinterher. Vielleicht noch ein wenig Backpulver? Och, 1 gestrichenen TL nehm ich mal, kann ja sein, dass Sonne nur vergessen hatte, Backpulver ins Rezept zu schreiben. In Backsachen ist bislang immer irgendwas der Kategorie Hefe oder Backpulver gewesen. Sicher ist sicher.

Tipp am Rande: Backpulver habe ich übrigens immer im Haus, weil man damit hervorragend putzen kann! Rund um den Wasserhahn beispielsweise. Aber auch gegen Ablagerungen in der Toilette mit heißem Wasser... Aber egal.

Kokosöl hatte ich ja glücklicherweise neulich aus den Niederlanden bekommen. Übrigens finde ich das total klasse, denn es schmeckt/riecht NICHT nach Kokos. Mag ich nämlich nicht. Wobei ich mich dann doch frage, wie das dann noch BIO sein kann? Schließlich müssen die den Geruch ja irgendwie aus dem Produkt zaubern. Jemand eine Ahnung?  

Da ich nur einen Esslöffel bereitgelegt hatte und das Spülen von weiteren Löffeln auch überflüssig fand, landeten ca. 2 EL Kokosöl im Topf mit der abgemessenen Wassermenge. Allerdings nahm ich dann doch 400 ml Wasser, um das Mehr an Leinsamenmehl zu berücksichtigen... Sicher ist sicher. Vielleicht noch ein wenig Backpulver? Och, eine weitere Prise kann nicht schaden, selbst wenn es vielleicht auch nichts nützt. Langsam das Wasser erwärmen und damit das Kokosöl schmelzen.

Jetzt brauchte ich die Menge nur noch verrühren und quellen lassen. Die Backform habe ich dann einfach mal mit Öl eingefettet, weiß nicht, ob man das muss. 

Die Masse war nach 10  Minuten ein recht zäher Klumpen, minimal Gummikonsistenz konnte man nicht verleugnen. Hm. Ob das was wird? 

Dennoch verstrich ich die Masse gründlich in der Backform und stellte mein "Brot" in den Ofen. Im Rezept stand bei 180°C ca. 1 Stunde und es wäre eine gute Idee, die Zahnstocherprobe zu machen. Ich entschied mich aber für 150°C und das Brot brauchte ca. 1 1/2 Stunden.

Tadaaaaa... Und so sah es dann im Endeffekt aus. Lässt sich schneiden und gut essen. Die Gäste können kommen. Abenteuer "Backen" geht hiermit zu Ende. War gar nicht kompliziert, aber ständig brauche ich das nun wirklich nicht, zumal ich Brot (in welcher Form auch immer) nicht esse. 




P.S. 1: Ich weiß wohl noch nicht, wie man das am Sinnigsten verwahrt. Ich tendiere zu in Scheiben schneiden und einfrieren. Eben weil da so viele Nüsse etc. drin sind, nachher "ranzt" das sonst schnell.

P.S. 2: Ich habe die Nährwerte nicht ausgerechnet, weil da ja dann doch einige Abweichungen vom Rezept  waren, die teilweise nur geschätzt sind. Da Brotnachbauten aus meiner Sicht auch nicht gerade LCHFtechnisch das Gelbe vom Ei sind und das Backen auch nur in absoluten Ausnahmefällen vorkommen wird, brauche ich das aus meiner Sicht auch nicht. Wenn jemand Lust hat zu rechnen, kann ich die Zahlen ja noch ergänzen. 







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Kommentare:

  1. Ich kenne einen Dürch, der wird Euch beiden dafür die Füße küssen! Ich sag mal danke und werde das in nächster Zeit bei den beiden mal vorführen!

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    1. Bitte nicht die Füße - ich bin kitzelig. ;)

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  2. Ich backe öfter, früher nur GF, jetzt auch LC.
    Hohlmaße und Silikonbackformen sind Dein Freund ;-)

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    1. Hallo Katja,

      was ist denn GF? Ich steh irgendwie auf dem Schlauch - kann aber daran liegen, dass ich noch nicht so richtig wach bin. :)

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  3. Ich denke, dass GF für glutenfrei steht.
    Das Rezept klingt ganz toll! Ich mache bisher immer eins nach schwedischem Rezept, das allerdings Quark und Ei enthält (schmeckt meiner Meinung nach aber nach beidem nicht, sondern wie ein halbwegs normales Brot).
    Würde dieses hier supergerne mal ausprobieren. Dumm nur, dass Hanfsamen so teuer sind - meinst du, dass das Brot auch ohne gelingen würde?
    Und wie kommt es, dass du die Brotnachbauten nicht so LCHF-tauglich findest?
    Liebe Grüße und danke für deine tolle Seite! Komme immer gerne zum Lesen vorbei!

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    1. Hallo Laura,

      du hattest recht mit dem GF! Ich bin da echt nicht drauf gekommen.

      Es gibt direkt mehrere Gründe, warum ich nicht gerade Nachbautenfreundin bin.

      1. Ich war süchtig nach Brot, Nudeln, etc. vor meiner Zeit mit LCHF - Ist dann nicht ein Brotnachbau ähnlich wie ein alkoholfreies Bier für eine/n Ex-Trinker/in?

      2. Nüsse aller Art gehören bei LCHF zu den Produkten, die in Maßen (nicht in Massen) gewählt werden sollen und das ist ja der Grundbestandteil der Brote. Mit Quark - falls enthalten - verhält es sich ähnlich. Sollte aus meiner Sicht mit Umsicht und am besten nicht täglich gegessen werden - kann auch unter Umständen fies die Abnahme bremsen.

      3. Ich finde es deutlich ratsamer, die verbliebenen Kohlenhydrate in Gemüse/Beeren zu stecken als in Nachbauten. Erst recht, wenn man unter 30 g am Tag bleiben möchte.

      4. Beim Erhitzen von Nussmehlen/Leinsamen etc. können bei zu hohen Temperaturen Transfettsäuren entstehen - nicht gut. Darum habe ich schon in diesem Rezept die Backtemperatur runtergefahren, aber vielleicht sogar nicht tief genug. Wir hatten die Diskussion mal beim Heinrichknäcke, guckstu Text: http://suddas.blogspot.de/2012/01/lchf-rezept-heinrichknacke.html

      5. Und dann habe ich noch diesen Text zum Thema Nüsse gelesen, was mich zumindest vorsichtig macht (auch wenn ich keine große Ahnung davon habe): http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/wie-viel-nuesse-sind-gesund/

      In Summe ist das der Grund, warum ich davon eher Abstand halte.

      Liebe Grüße

      Annika

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  4. Bestimmt bist Du mittlerweile selber drauf gekommen - diese verflixten Abkürzung immer und überall!
    Ich meinte glutenfrei. Ganz früher, in der wunderbar sorglosen uninformierten Zeit, habe ich einfach so gebacken, Hefe, Wasser, Mehl...dann wurde klar, daß ich Zöliakie habe, also habe ich das Backen noch mal anders lernen dürfen - tschüß wunderbarer handgekneteter Hefeteig :-( Und jetzt eben LC, wobei mein Standardbrot allgemein weniger gehaltvoll ist als Sonnes. Gibt es bei uns auch nicht jeden Tag, aber manchmal fehlt halt was brotiges.

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  5. Aaaahhhhh glutenfrei. Ich hab mir echt den Kopf zerbrochen. Danke für die Aufklärung. Das Brot ist übrigens ganz gut angekommen, vor allem beim Mann! Dadurch dass es so gehaltvoll ist, braucht man(n) tatsächlich nur Minischeiben, um gut und zuverlässig satt zu werden.

    Meins ist das immer noch nicht - ich scheine zu lange entwöhnt zu sein. :)

    Zöliakie? Das sind ordentliche Beschwerden, oder? Sind die denn komplett weg, wenn man sich glutenfrei ernährt? Ich habe so gar keine Ahnung davon. Und steckt nicht Gluten in allen möglichen Produkten versteckt? Ich müsste mal lesen.

    Ganz liebe Grüße

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    1. Das würde jetzt den Rahmen eines Kommentars sprengen, wenn ich mich mal richtig motiviert fühle, schreibe ich eine ausführliche (droh!) Mail dazu.
      Was ich aber sagen kann: man merkt erst, wie lausig es einem vorher gegangen ist, nachdem es einem besser geht.
      Und ja, das Zeug ist überall: neulich hat der Mann Röstzwiebeln nach hause gebracht, was war drin: Weizenmehl :-(
      Liebe Grüßlies, Katja

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    2. Wat???? In Röstzwiebeln? Das ist ja genauso gemein, wie Zucker in Schinken! Heftig.

      Ja. Bitte schreib mal.

      Gruß Annika

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  6. Ich weiß zwar nicht, wer Sonne ist, von der das Brot sein soll, aber die Ursprungsversion, die Haferflocken enthält, ist von jemand anderem.

    Das seit 2 Jahren ziemlich prominente Brot ist (bis auf minimale Abweichungen) ist als "the life changing loaf of bread" bekannt geworden durch die kanadische Bloggerin Sarah Britton. Mittlerweile wird es auch in Europa viel verbreitet. Hier das Original: http://www.mynewroots.org/site/2013/02/the-life-changing-loaf-of-bread/

    Hier ist es meist unter dem Namen "lebensveränderndes Brot" zu finden.

    Katharina

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    1. Danke für die Information, Katharina. Mit dem Titel war zwar lediglich gemeint, dass es das Brot ist, das Sonne ihren Gästen reicht, aber so konnte ich mir dieses Rezept, das mir tatsächlich gar nicht bekannt war, mal ansehen.

      Das Original ist leider für LCHF nicht geeignet!
      Weder Haferkleie noch Ahornsirup werden bei LCHF verwendet. Von daher wurden vermutlich nötige Anpassungen gemacht. Und ich bin froh, dass in der Version oben die Haselnüsse/Mandeln gegen Walnüsse getauscht wurden. ;) Aber das ist eine persönliche Sache zwischen Haselnüssen und mir.

      Was ich auch noch gerne austauschen würde, sind die Sonnenblumenkerne, ich werde mal einen Versuch mit grob geschredderten Macadamias machen.

      Kennst du dich mit diesem Ursprungsbrot aus? Da sind zwei Fragen, die ich dazu hätte:

      1. Sie lässt den Teig mindestens zwei Stunden ruhen, besser noch über Nacht. Macht das Sinn? Ich habe den Teig gerade mal 10 min. (wie in dem Rezept, das mir gegeben wurde beschrieben) ziehen lassen. Wird es vom längeren Ruhen saftiger?

      2. Interessant finde ich, dass das Original erst 20 min gebacken wird und dann aus der Form genommen, gewendet und noch mal gebacken wird. Weißt du, warum? Das ging ja so auch? (Vielleicht lässt man das Original deshalb so lange ruhen? Wenn ich nach 20 min versucht hätte, mein Brot aus der Form zu nehmen und zu wenden, wäre es ohne Form beim Weiterbacken ganz sicher zerflossen).

      Wenn du etwas dazu weißt, würde ich mich freuen, wenn du mir weiterhelfen könntest. Ich bin schließlich eine Backnulpe und kenne mich mit den Zusammenhängen überhaupt nicht aus.

      Liebe Grüße

      Annika

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    2. Hi Annika,

      ich backe das Brot in Abweichungen regelmäßig, allerdings ohne Haferflocken und ohne Sirup.

      Was das Ruhen angeht: ich lasse den Teig, wie Du, genau 10 Minuten ruhen. Das reicht (nach meiner Erfahrung) völlig aus, bis die Flohsamenschalen gequollen sind. Saftiger wird da nichts, wenn Du länger wartest.

      Ich nehme das Brot auch nicht zwischendurch aus der Form. Ist nach meiner Erfahrung nicht nötig.

      Grundsätzlich kannst Du bei dem Brot alles austauschen, was Du austauschen willst. Nimm jede Nussart, die Dir schmeckt, nimm Kürbiskerne statt Sonnenblumenkerne oder auch alles zusammen. Anstelle der Haferflocken nehme ich standardmäßig immer gemahlene Mandeln.
      Wichtig ist, dass die Flohsamenschalen fein gemahlen sind (dir groben quellen nicht gut und halten den Nusskram nicht zusammen) und dass das Wasser heiß ist und die Menge nicht reduziert wird. Was ich gar nicht verwende, sind die Chia-Samen (und auch nicht die Hanfsamen aus Deinem Rezept). Hatte ich beim ersten Brot nicht, und irgendwo las ich mal, dass die nicht wichtig wären. Und das Öl kannst Du mit jedem beliebigen Fett austauschen, ich nehme meistens Rapsöl, weil ich das zumindest zuverlässig immer da habe.

      Nach meiner Erfahrung wird das Brot weniger kompakt, wenn man Backpulver verwendet, deswegen ist es bei mir immer mit dabei.
      Man kann es übrigens super einfrieren. Ich lasse es immer vollständig auskühlen, schneide es mit der Brotschneidemaschine in dünne Scheiben und friere dann portionsweise ein.

      Hier mal meine Version. Die Mengen sind für eine rechteckige 24 cm Silikonform optimiert:

      100 g gemische Nüsse und Körner (völlig egal in welcher Zusammensetzung)
      100 g gemahlene Mandeln (kein Mandelmehl)
      60 g geschroteter Leinsamen
      20 g Flohsamenschalen (fein gemahlen)
      10 g Weinstein-Backpulver
      4 g Salz
      20 g Rapsöl
      250 ml warmes Wasser

      Alle trockenen Zutaten mischen, Wasser drüber, gründlich durchrühren, in eine Form füllen (ich schwöre hier auf Silikon) und bei 160 Grad Umluft 55 Minuten im Ofen backen.

      Lieben Gruß

      Katharina

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    3. Vielen, vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Das hilft mir echt weiter. An Weinstein-Backpulver habe ich noch gar nicht gedacht - ich hatte noch das ganz normale hier.

      Das ist wirklich lieb von dir!

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  7. autsch - sieht aus als wenn man sich mit diesem Brot verletzen könnte... ;-)

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    1. Das täuscht! In der Mitte ist es schön saftig. Aber ich kann halt eben noch schlechter fotografieren als backen.

      :D

      Liebe Grüße!

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  8. mir fehlt chia und hanfsamen.. kann ich das austauschen oder muss ich weit fahren

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    1. Hanfsamen bestimmt - durch etwas mehr Nussmehl, oder so.
      Aber Chia schleimt, wenn es feucht wird. Ich befürchte, dass man das braucht, damit das Brot zusammen hält.

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    2. Nope, geschroteter Leinsamen erfüllt den gleichen Zweck. Ich habe das Brot noch nie mit Chiasamen gebacken. ;)

      Katharina

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    3. Ah. Super. Danke. Dass Leinsamen auch schleimt, wusste ich. Aber ich hatte dann wohl eher den subjektiven Eindruck, dass Chia noch viel schleimiger ist. :)

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    4. Das ist es auch. Also nicht viel, aber schon mehr. Leinsamen reicht aber fürs Brot. Darüber hinaus: vergiss nicht die Flohsamenschalen. Das Brot käme auch allein damit aus. Bestes Bindemittel für glutenfreien Sachen. :)

      Katharina

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  9. und wie sieht´s mit Weizenkleber aus?

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    1. Weizenkleber ist aus Weizen, also Getreide. Damit nicht LCHF und aus gleichem Grund nicht in meinem Rezept zu finden. In anderen mag es vorkommen.

      Ich danke für dein Verständnis.

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  10. Superlecker das Brot!
    Wir haben es gestern Abend gebacken und sind ganz begeistert. Unser erstes selbstgebackenes Brot und gleich ein Volltreffer!

    Vielen Dank für das Rezept!

    Liebe Grüße, Sandra

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  11. man muss nicht erst Zöliakie haben um zu bemerken das man normales Getreide nicht darf. ;) Auslöser für eine Unverträglichkeit, die die Medien ja gern verharmlosen....
    Kopfschmerzen,
    Migräne (ich litt 18 Jahre darunter und mir hat man nie gesagt warum!)
    Reizdarm
    Morbus cron
    colitis uleroca
    alle Hauterkrankungen!!!!
    Sodbrennen,
    Arthrose usw.....
    Rheuma,
    MS,
    Neurodermitis und Schuppenflechte....
    sind alles Autoimmunerkrankungen! nun ist, denke ich klar warum man auf normales Getreide am besten verzichtet... :))

    genauso verhält es sich mit Kuhmilcheiweiß! vertragen ca. 70 Millionen nicht und wissen nix davon!

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