Donnerstag, 2. Juli 2015

Just another Wetter-Post


Whether the weather be fine

or whether the weather be not, 

whether the weather be cold, 

or whether the weather be hot,

we'll weather the weather, 

whatever the weather, 

whether we like it or not.


Diesen englischen Zungenbrecher hab ich dereinst (höchst dereinst quasi) in der Schule gelernt. Ihr auch? Jedenfalls fiel mir der gerade wieder ein. 

Gestern war ich im Supermarkt einkaufen (und ja, ich hasse es noch immer!) und als ich den Einkaufswagen wieder wegbrachte, quatschte mich ein fremder Mann von der Seite an.

"Hamm SIE dat Wetter bestellt?" Er wischte sich seufzend den Schweiß vom hochroten Kopf.

Exkurs:
Das ist nix Merkwürdiges. Wir Rheinländer tendieren dazu, mit jedem zu quatschen. Jedenfalls viele von uns - ich ganz besonders. Meine Tochter geht daher nicht so gerne mit mir einkaufen... Ich kann nicht kommunikationslos durch ein Geschäft gehen. ;)

"Neeeeeee", antwortete ich überrascht. Habe ich ja auch nicht. 

"Dat dat ävver immer drex su wärm werden muss", seufzte der Mann. (Das ist lediglich mein Versuch, euch zu zeigen, wie die hier ungefähr sprechen... Das ist NICHT richtig geschrieben, ich kann diesen Dialekt nicht korrekt schreiben. Jedenfalls heißt das übersetzt: "Dass das aber immer direkt so warm werden muss!")

Ich vermute, dass er mein "Neeee" auf seine Frage so gedeutet hat, dass es mir auch zu warm sei.

"Ist aber doch schön? Ich finde das Wetter total toll. Noch vor zwei Wochen haben alle Leute rumgeheult, dass das ja wohl kein Sommer sei und dass sie gefälligst Sonne möchten. Jetzt ist die Sonne da und dann ist das auch wieder Mist."

"Do hässe räsch, Mädsche! Eijentlisch. Ävver für misch is dat deffenetiv ze warm!", sprach's, setzte sich auf die Bänke der mobilen Frittenbude in die pralle Sonne und begann, die frisch gekaufte Portion Currywurst-Pommes-Spezial zu verzehren. (Übersetzung: Da hast du recht, Mädchen! Eigentlich. Aber für mich ist das definitiv zu warm!")

Exkurs 2:
Eigentlich duzen viele Rheinländer schon im ersten Satz gnadenlos. Hier erst im späteren Anlauf. Zeigt aber, dass ich ihm mit meiner Meinung nicht total unsympathisch war. ;)

Ich trollte mich zum Auto, habe aber noch eine ganze Weile darüber nachgedacht. Warum ist Wetter eigentlich andauernd so ein großes Thema? Und dann in aller wunderschöner Regel direkt auch in negativer Auslegung. Weil wir gerne nörgeln? Weil wir ein unverfängliches Thema zum miteinander reden brauchen? Schließlich kann man über Wetter mit jedem reden - anders als über Religion, Politik und das ganz dicke neue Streitthema: Ernährung! 

Exkurs 3:
Das war doch nicht immer  so, oder? Was ist Ernährung doch zu einer lagerspaltenden Geschichte geworden. Ätzend. Ich esse so, wie ich esse. Darüber brauche ich weder mit irgendwem diskutieren noch streiten. Ich respektiere, wenn andere anders essen als ich. Also mögen sie mich auch respektieren! Tatsächlich freue ich mich über jeden, der SEINE Ernährung gefunden hat. Ist doch toll. Da brauch ich doch nicht zu bekehren. Ich rede nur in "meinem Bereich" über meine Ernährung. Gut, das sind zugegebenermaßen dann doch einige Kanäle.. Blog, Buch, LCHF.de... Aber dennoch.



Ich finde das Wetter jedenfalls GRAN-DI-OS.

Ich passe einfach Kleidung, Essen und Getränke an die Situation an, wechsele nach Gusto von Schatten in die Sonne und fühle mich wie ein Gecko, der endlich Energie aufladen kann.

Falls mich jemand sucht:
Auf der Terrasse.
Im Schatten.
Mit Kaltgetränk.
Und Laptop.
Arbeiten kann sehr angenehm sein.

So long!



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Kommentare:

  1. Da kann ich Dir nur Recht geben und bin ganz Deiner Meinug. In allen Punkte die Du da geschrieben hast.

    Ich genieße das Wetter auch in vollen Zügen und passe mich einfach an das Wetter an. Lieber so als kalt, Regen und dunkle Wolkendecke.

    Viel Spaß bei der Arbeit und noch einen wundscherschönen Sommertag.

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  2. Das Wetter ist scheiße!

    Der Mann

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  3. Hallo Annika,
    ich sehe es genau so wie du. Das Bild, wo du zu finden bist ist super.
    LG ganga

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  4. Du weißt ja: ich will keinen und nie Sommer bzw. Wärme / Hitze über 22, 2 Grad.
    Besonders schön ist es natürlich, wenn eine frei entscheiden kann, WO sie die Hitze verbringt.
    In einen winzigen Raum mit 22 Menschen und ohne Licht und ohne Luft 100 % aufmerksam zu sein und zu lernen... es ist wirklich wirklich schlimm.
    Wenn es morgen nicht um englische Grammatik ginge, dann bliebe ich zu Haus.
    Am Wochenende werde ich früh einkaufen gehen und lüften. Danach bleibe ich zwei Tage in der Butze.
    40 Grad. Ich glaub es harkt! :O)
    best wishes
    Oona
    Grüße
    Oona

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  5. Ha, Annika,
    den Reim kenn ich auch aus der Schule - wir haben das als Theaterstück damals aufgeführt. Von den 12 Monaten des Jahres hatte jeder so einen Reim und ich durfte der April sein mit eben diesem. Mit einem Gummistiefel und Wollstrumpf an einem Fuß und einer Sandale am anderen und einem Schirm, den ich ständig auf und zu machte. (Wer mich heute kennt, kann sich das nur schwer vorstellen) Und als ich diese Zeilen las, hatte ich meine Mathematiklehrerin vor Augen, die in der ersten Reihe saß und Tränen lachte. Selige Zeiten der unfreiwilligen Komik!

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