Mittwoch, 30. September 2015

Lappland 2015

Endlich komme ich dann auch ein wenig zur Ruhe. Das Wochenende war aufregend, spannend und wunderschön, denn das erste LCHFplus Seminar ist in Jülich vom Stapel gegangen und das war natürlich etwas superhypergigaatemberaubend Besonderes für mich, was natürlich in der Vorbereitung letzte Woche mein ganzes Hirn und Herz und auch meine Zeit vollständig besetzt hatte. Wer mehr darüber wissen möchte, kann hier eine kleine Zusammenfassung dazu lesen:

LCHF plus Seminar vom 26.09.2015 in Jülich

Aber zurück zu Lappland. In diesem Jahr gab es im Vergleich zu 2014 leichte Änderungen in der Reise an sich. Hin wieder über Stockholm, von da aus mit dem Leihwagen in die Region "Höga Kusten" nach Docksta, aber dort haben wir zwei Nächte übernachtet (letztes Jahr war es nur eine). Das haben wir gemacht, weil die Fahrt nach Docksta schon rund 500 km lang ist und es letztes Jahr sehr anstrengend war, nach nur einem Tag Pause weiter nach Jokkmokk zu fahren, vor allem wenn man in der Region Höga Kusten noch ein wenig wandern gehen möchte - die Gegend ist einfach wunderschön. Die Gegend ist enorm abwechslungsreich.

So gab es dort diese tollen Bäume zu sehen - DAS nenne ich mal Architektur der Natur:





Ihr dürft mal raten, welches der beiden Fotos ICH gemacht habe - obwohl, lasst es lieber... *räusper*

Auch in diesem Jahr fanden wir die komische Klippe hier total spannend. Das kommt auf dem Foto nicht ganz so rüber, aber die Wände sind rund 40 m hoch. VIERZIG!




Zwischendrin gab es ein wenig "Wildchips" (getrocknetes Fleisch bzw. Pemmikan) und selbst gepflückte Blaubeeren aus des Mannes Pfötchen - gibt es Besseres?




Am Samstag waren wir auch kurz in der Fjällrävenfabrik und sogar der Mann hat etwas gefunden. Gut, ich auch. Aber gerade er war glücklich wie ein Kekschen, denn letztes Jahr ging der Gute ja leer aus. (Versteh ich gar nicht, ich finde IMMER was. IMMER! Männer, tse... Gut, aber wir Frauen BRAUCHEN ja auch mehr - also finde ich...)

Sonntag dann die Weiterfahrt nach Jokkmokk. Rund 500 km wieder. Alles in allem natürlich recht viel Fahrerei, aber es LOHNT SICH!!!

Ein kleines Potpourri aus der Zeit am Polarkreis 2015:

Was wir natürlich wieder gemacht haben, war die Tour auf den Jarre. Das muss man einfach mal gesehen haben. Da oben ist unglaublich viel Gegend, man schnappt fast ein wenig über...

Auf dem Weg hoch, vorbei an der Baumgrenze:



Mit diesem Foto oben drüber ist der Gatte übrigens derzeit Titelbildgeber für eine Facebookgruppe zu der Region und ist darüber sehr, sehr stolz.

Ich übrigens auch.
<3

Ganz oben sieht es dann so aus:



Guckt mal - ist DAS ein schönes Rot?
Jaaaa...









Mein Mann, der olle Trapper, hat dann auch direkt mal Rentiere gesichtet! Ich hätte die gar nicht gesehen. Ich saß noch in ehrfürchtiger Starre auf meinem Pausenstein rum, als er sich schon wie ein Indianer auf die Pirsch hinter den Tieren her machte.

ECHTE RENTIERE!
2014 hatten wir ja nicht ein einziges gesehen!
Wow!



Aber das hat sich schnell relativiert... In diesem Urlaub haben wir nämlich Rentiere an allen Ecken und Enden gesehen.

  • Beim ersten Mal waren wir halt der Schnappatmung noch sehr nah.
  •  Beim 2.-4. Mal war es auch noch ein ganz besonderer Moment.
  •  Ab dem 5.-10. Mal haben wir nicht einmal mehr die Kamera gezückt.
  •  Beim 11. Mal (also ca) haben wir die doofen Viehcher von der Straße gehupt, weil sie SCHON WIEDER einfach völlig unbeeindruckt vor Fjälli-Pirellis (also meinem) Lappland-Mobil hertrabten und KEINERLEI Anstalten machten, die Fahrbahn zu räumen! 

Merke:
Rentiere sind auch an HUPEN nullkommagarnicht interessiert. Damit kann man die wenig beeindrucken.  

Aber zurück zum Ausflug auf den Jarre...

Zurück wollten wir mal einen anderen Weg nehmen, zumal der Aufstieg sehr rutschig und steil ist. Millionen Stolperwurzeln und so.

Meine Tante hatte gesagt, dass man "einfach nur dem Pfad zur Sami-Straße" folgen müsse. Das haben wir dann versucht, aber entweder haben die dort oben eine andere Definition für "Pfad" vorliegen oder wir waren schlicht auf dem Falschen.

Sami-Straße übrigens, weil der Weg durch deren Gebiet führte, durch das man als Normalsterblicher zwar GEHEN, aber nicht FAHREN darf. Die Straße (ach, was man so STRASSE nennen kann - seufz) führt vom Hauptweg zu deren Rentiersammelstellen.

Wir gingen und gingen, die Bäume und Büsche wurden unübersichtlicher, der Weg fast ungehbar bzw. er verschwand irgendwann und es gab auch hervorragend viel Sumpf da.

Straße durch Samigebiet? Fehlanzeige.

Anfänglich fand ich das auch gar nicht so schlimm. Echt nicht. Aber als der Mann meinte, mich daran erinnern zu müssen, dass das das bärenreichste Gebiet in Schweden ist, und fragte, ob es nicht Sinn machen würde, wenn wir die ganze Zeit reden und Geräusche von uns zu geben, UND es langsam düsterer wurde UND entgegen aller meiner Orientierungslogik keine Straße auftauchen wollte, wallte ehrlich so langsam Panik in mir auf...

Als der Mann dann versuchte mich mit "Im Zweifel müssen wir hier eben übernachten, kein Problem!" zu beruhigen, war ich emotional endgültig durch.

NEVEREVER!
Was für ein trauriges Ende eines wirklich netten Lebens!

Auf diesem Foto ging es noch mit Weg und Laune... Wie man sieht hatte ich auch die berüchtigte rote Jacke mit. Schließlich war zusätzlich auch noch am gleichen Tag ELCHJAGD in dem Gebiet, was die Stimmung ebenfalls nicht erhellte..




Als ich gerade so richtig in Tränen der Wut und des Zorns ausbrechen wollte, weil der Mann sich zu sparsam gewesen war, eine echte Wanderkarte für das Gebiet für sein Navigerät da zu kaufen und wir jetzt auf dem Bildschirm eine unglaublich beachtliche blaue Linie sehen konnten, hörten wir aus der Ferne ein Rauschen.

Das Rauschen kam näher und zog eindeutig von links nach rechts durch!

HEUREKA!
EIN AUTO!

Und wo ein Auto so fahren konnte, war natürlich was?
Genau.
DIE STRASSE!

Herrjechen, ich glaub, ich war noch nie so glücklich, ein Auto zu hören.

Tatsächlich waren wir zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 200 m von der Straße entfernt. Puh! Also Tränen verdrücken, durch knacksigen Sumpf auf die Straße stolpern. SAFE!!!

Der Mann hatte bis dahin recht cool getan, einer muss schließlich der Held sein, aber als wir endlich wieder stabilen Boden unter den Füßen hatten, stieß er einen Yeah-Ruf aus und küsste mich.

AHA, damit hat er sich definitiv verraten, Helden gibbet eben nicht mehr so viele echte.
;)

"Zuhause" angekommen fand ich den Blick aus dem Fenster auf die Wäscheleine dann höchst gemütlich und ausreichend naturig für mich. Selbst da: Viel Gegend, findet ihr nicht?




Dieser Ausflug hatte dann jedenfalls den Effekt, dass ich lieber am Folgetag einen Lesenachmittag auf dem Sofa eingelegt habe, ich wollte nicht raus.

Das war auch wunderbar, denn zum Einfach-so-Rumlesen-und-Rumlümmeln hatte ich in den vergangenen Monaten so gar keine Zeit. Dennoch habe ich mich hinterher gründlich schwarz geärgert, denn der Mann hatte bei seinem Ausflug einen echten Sami getroffen, der ihn ein Stück mit dem Auto zu den Rentiersammelstellen mitgenommen, ein Ründchen mit ihm gequatscht (auf allen verfügbaren Sprachen) UND ihm bei der Gelegenheit einen echten Adler gezeigt hat, den der Herr Gatte vor lauter Überraschung vergessen hat zu fotografieren.

Menno!

Aber was soll das Jammern, wenn man vor der Haustür DIESE Aussicht genießen kann?
:)




Ob wir wieder nach Lappland reisen werden?
Aber hundertprozentig.
Es gibt so viel zu sehen auf der Welt und manchmal deucht mir, dass besonders viel davon genau da oben liegt.




















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Montag, 21. September 2015

... und wie es weiter ging

Kaum hatte der Mann die Zahl "556" in das Zahlenschloss eingegeben, schnackte es auf. :D
Und wir packten die Koffer und machten uns auf in die Erholung.

Na ja, nicht ganz so. Dazwischen ist schon noch einiges passiert, aber die Zeit vergeht im Moment so schnell und es tut sich viel Aufregendes, dass ich leicht Schwierigkeiten habe, Herz und Hirn mit den Handlungen und der Übersicht koordiniert zu bekommen. Nahe dran, vor gutem Gefühl überzuschnappen quasi.

Jedenfalls war es dringend nötig, sich mal ein paar Tage abzukoppeln und das gründlich. Ich hatte zwar zunächst ein wenig Bauchschmerzen bei dem Gedanken, Zuhause alles ein wenig stehen und liegen zu lassen, aber da das nur ein Gedanke in mir war und nicht wirklich der Tatsache entsprach UND wir uns schon seit geraumer Zeit auf den Trip gefreut haben, packte ich nicht nur meinen Koffer mit dem Notwendigsten, sondern bestieg...

*tödötödötödötödötödö...*

... Angstmacher Numero 1: DAS FLUGZEUG! Und das gleich dreimal. Ein Flug hin und Doppelflug zurück.

Und was soll ich sagen: Hinweg war *örks* und beim zweiten Flug auf dem Rückweg bin ich sofort eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als die Rollen fast den Boden berührten. Da war ich echt erstaunt, das könnt ihr mir mal glauben.




Jedenfalls sind wir gestern Abend spät erst wieder Zuhause angekommen und sind in Gedanken noch ein wenig irgendwo in den Wolken. <3

Aber wo war sie denn jetzt? Na, kommt schon, ihr könnt euch das bestimmt denken, oder?





:D

Es war eine herrliche Woche. Viel Zeit, um Kraft zu tanken, ohne Internet (also Whatsapp funktioniert manchmal, wenn man lange genug um das Haus rennt und mit dem Handy wedelt) und mit vielen Wanderungen, Sauna und einem Berg Bücher. Wir haben Rentiere gesehen, Lemminge auch, der Mann sogar einen Adler, Sami getroffen, Natur satt undundund... Dazu viel gutes Essen und keine Waage... *räusper*... was will man mehr.

Da in dieser Gegend der nächste Supermarkt bzw. das nächste Restaurant gute 60-70 km Schotterpiste entfernt liegen, war schon ein wenig Planung gefragt und wir nutzten die Chance uns nur von dem zu ernähren, was es dort typischerweise oft gibt: Ren, Elch und Fisch aus dem See, dazu diverse selbst gepflückte Beeren und Wasser direkt aus dem See vor der Haustür.

Wenn der Mann die Fotos von der Kamera gefischt hat und ich mich hier wieder in Ruhe "rückinstalliert" habe, erzähle ich euch in Ruhe davon. Das Zeugs, was ich als Fotos auf dem Handy habe, werdet ihr eher nicht sehen wollen, glaubt mir. Ich bin echt zu blöd dazu.





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Sonntag, 6. September 2015

192 - 193 - 194..

Moah, ich hab hier gerade so richtig Spaß, Schadenfreude ist doch manchmal was Feines.

195 - 196 - 197...

Der Gatte hat für den heraneilenden Lapplandurlaub nagelneue Zahlenschlösser für unsere Koffer gekauft. Da er kein Vertrauen zu niemanden nieniemalsnienicht hat, beschloss er die Zahlenkombination zu ändern.

198 - 199 - 200..

Angeblich laut Beschreibung.

201 - 202 - 203...

Hat nicht funktioniert, sag ich mal vorsichtig.
Das Schloss ist jetzt feste geschlossen und die Kombination, die der Mann eingegeben hat, tut es nicht.

204 - 205 - 206...

Jetzt gibt es aus meiner Sicht genau zwei Lösungen:

1. Man probiere jede mögliche Zahlenkombi einzeln durch und ziehe jeweils feste am Bügel, in der Hoffnung, die richtige Kombi erwischt zu haben. Es gibt, weil es ein 3-Zahlenschloss ist, die Kombinationsmöglichkeiten von 000 - 999. Logo, oder?

2. Man werfe das Schloss zeternd weg und versuche hektisch, ein neues Schloss noch vor Abflug zu erwerben.

207 - 208 - 209...

Der Mann versucht sich derzeit an Version 1.

210 - 211 - 212...

:D

Jegliche Bestechungsversuche prallen an mir ab, wie Wassertropfen auf der Lotusblume.

:D:D :D

213 - 214 - 215..

Allerdings sollte ich mir vielleicht das Kichern zwischendrin verkneifen. Denn schon mein umsichtiger Hinweis, dass er auch nach jeder eingestellten Zahl wirklich feste am Bügel ziehen soll, hat schon zu dezenten Nüsternaufblähungen geführt.

"Zieh feste, sonst musst du wieder von vorne anfangen, wenn sich bei 999 immer noch nix getan hat."

"ICH FANG DOCH NICHT WIEDER VON VORNE AN! DANN SCHMEISS ICH DAS DRECKSDINGEN WEG!!!!!"

Eine gefährliche Gratwanderung für mein Lästermäulchen! Es ist aber gerade deshalb so witzig, weil sowas üblicherweise MIR passiert. Doch nicht meinem Mr. Pöööhrfäkt. Wobei er froh sein kann, dass es nur ein dreier Zahlenschloss ist, es gibt doch bestimmt auch vierer, oder?

216 - 217 - 218...

Hehe.

Sonntage können wirklich witzig sein.

Ich halte euch auf dem Laufenden, ob er es schafft.

;)

219 - 220 - 221..

Ähm, ich soll fragen, ob einem von euch vielleicht noch eine andere clevere Lösung für das Problem einfällt.



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Samstag, 5. September 2015

Nur noch 1..

... Platz ist im ersten LCHFplus Seminar am 26. September in Jülich zu haben, dann ist meine persönliche Höchstzahl erreicht. Maximal zwei, aber nur für den Fall, dass jemand unbedingt nicht allein kommen möchte. Also wenn noch wer möchte: Hier entlang zum Infotext rund um das Seminar! Heute ist ja auch gleichzeitig der letzte Tag an dem der ermäßigte Preis für Schnellentschlossene gilt.

Ist das nicht der Hammer?
Ich kann meine Gefühle kaum in Worte fassen, das Lächeln ist aus meinem Gesicht nicht mehr rauszubürsten.

Am liebsten würde ich ja schon morgen, aber leider muss ich noch ein paar Mal schlafen. Ob ich das bis dahin aushalte? Unendlich viele kitzelige Schmetterlinge tummeln sich in meinem Bauch.
<3

Und der schöne-Gefühle-Overload geht noch weiter. Aber da ich immer ein wenig skeptisch bin, warte ich noch mit der glücklichen Verkündung bis ich es schwarz auf weiß hat. Jedenfalls ist DAS eine Entwicklung mit der ich so nullkommanull gerechnet habe.

Könnte mich mal jemand mit den Füßen an den Boden tackern?

Kann man eigentlich vor lauter Freude Herzinfarkt bekommen?
Ich hoffe nicht!
Das wär wohl schad.
:)


www.lchfplus.de





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Donnerstag, 3. September 2015

Der große Zusammenriss

Im Moment passiert so viel...

Stop!

Irgendwie komme ich mir vor wie in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" - ich glaube, das habe ich schon öfter gesagt. Aber was soll es, es ist tatsächlich einfach so.

Ob Webseite Nr. 1 oder später Webseite Nr. 2 - das waren beides große Projekte, an denen ich fürchterlich gerne arbeite. Mit Webseite Nr. 2 kam ich dann auch direkt mit meiner "beruflichen Zukunft" um die Ecke und habe mich wie verrückt über die tolle Resonanz gefreut. Es gibt weitere Menschen, die sich von mir in Sachen LCHF coachen lassen wollen (Huhu, ich winke euch!) und was mein allererstes LCHFplus Seminar angeht... Nun, es kommen bereits Leute von Nord bis Süd, Übernachtungen wurden gebucht, Mails ausgetauscht und es sind nur noch eine Handvoll Plätze über bis mein persönliches Limit erreicht ist. Und das habe ich "relativ eng" gesteckt, schließlich ist es mein erstes Mal und mir ist sowieso und prinzipiell wichtig, dass wir gemeinsam gut und entspannt arbeiten können.

Bei Interesse also:
Noch bis zum 05. September gilt ein ermäßigter Preis für das große LCHF plus Seminar am 26. September 2015 in Jülich und wenn die Plätze "fott" sind, sind sie "fott". Mehr Infos findet ihr hier auf LCHFplus (klickediklick).

Wo war ich. Ach ja.

Nachdem ich also wiederum DIE Aufregung verdaut habe, klingelte die nächste große Möglichkeit quasi an die Tür. Also wirklich. Geklingelt! Ich sag nur: An der Theorie mit den Bestellungen beim Kaufhaus Universum könnte vielleicht doch mehr dran sein als bislang geglaubt. ;)

Da aber auch gilt: "Nix Genaues weiß man nicht" muss ich da noch eine Entscheidung abwarten und veratmen, bevor ich mehr darüber öffentlich erzähle.

Exkurs:
Wollte ich aber neulich der Oona (klickediklick) schon mal brühwarm am Telefon erzählen, sie war jedoch leider nicht da. :) Aber ich erwisch sie bestimmt noch. Sollte sie sich besser eine Thermoskanne mit Tee o.Ä. vorbereiten, das kann länger dauern. :D

Ein Highlight jagt also zwar derzeit das nächste, aber dabei ist mir vor ca. zwei Wochen etwas ganz klar aufgefallen:

ES IST ZEIT FÜR DEN GROSSEN ZUSAMMENRISS!

Ich muss mich zusammenreißen, weil ich in solchen Phasen viel zu wenig auf meine Ernährung schaue und das ist gar nicht gut. Das Problem ist gar nicht LCHF an sich - das ist ja nun mittlerweile eine Gewohnheit - sondern dieses unbewusste "Nebenher-Essen" und Nichtessen.

Morgens stand ich auf, rannte los in meinen Tag, meine Aufgaben und meine spannenden Abenteuer und nicht selten fiel mir erst gegen 16 und einmal sogar erst gegen 18 Uhr auf, dass ich noch gar nichts gegessen hatte. Und wenn ich GAR NICHTS schreibe, meine ich auch GAR NICHTS. Auch keinen Butter- oder Bulletproofkaffee oder BPC oder wie man ihn nun nennen mag, denn das wäre wegen des Energiegehalts glasklar eine Mahlzeit - da kann das noch so flüssig sein.

Kein Hunger gehabt.
Einfach vergessen.

Als es mir auffiel, aß ich etwas. Irgendwas. Käse oder hartgekochtes Ei. Und machte weiter mit Aufgaben/Abenteuer/Tag.

Natürlich reichte das nicht. Also zog ich los und nahm noch ein Ei oder ein Stück Schinken und schälte mir ein Stück Gurke. Noch ein wenig Aufgaben/Abenteuer/Tag...

Hmm... nicht genug. Und schon wieder zockelte ich zu meinem kühlen, edelstählernen Freund und betrieb Mundraub. Wie wäre es denn mit Makrele in Tomatensauce? Ist doch lecker. Oder da war noch Fetacreme. Lauter "kleine Dinge".

Das hatte wegen der Ablenkung zwischendrin überhaupt nichts mit BEWUSST oder gar GENUSS zu tun. Das war eher ein EINSCHIEBEN.

Ihr braucht übrigens gar nicht zu glauben, dass man auf diese Weise abnimmt.
Nönö.

Warum?
Weil diese ganzen Kleinigkeiten eine größere Summe der Dinge ergibt.

Zu viel?
Nein, auch nicht. Eben genau richtig, um weder ab- noch zuzunehmen.

Was aber nicht gerade toll war, denn schließlich hatte ich es zuvor bereits geschafft, über die Sommerferien bzw. eigentlich seit Pfingsten über 3 kg (!!) zuzunehmen, weil ich a) in den Ferien so gar keinen Sport gemacht habe und b) viel zu oft Fünfe gerade sein ließ.

Diese Neukilos sollten aber doch eigentlich runter. Und noch mehr. Zeit also, sich feste am Schlafittchen zu packen und einmal gründlich durchzuschütteln. So nicht, Frollein!

Mein Lösungsansatz Numero 1, der übrigens bereits hervorragend funktioniert:

Am Vorabend überlege ich mir, welche Termine ich am folgenden Tag habe und wann mir genügend Zeit zum Kochen und Essen bleibt. Bei mir ist ein Tag eben nicht wie der andere, da muss ich ein wenig flexibel sein. Und daraufhin stelle ich mir original den WECKER im Handy. Wenn der klingelt, wird das eigene System runtergefahren, gekocht und in Ruhe gegessen! Das mag für manche total albern klingen, aber es läuft!

Heute am frühen Nachmittag gab es übrigens Schweinekoteletts überbacken mit Zwiebel-Champignons-Paprika-und-Käse und etwas grünen Salat in kühlem Sahnedressing. Extraordinär lecker.

Lösungsansatz Numero 2, aus der Reihe "wer notiert verliert (Gewicht)":

Aufschreiben und sich selbst analysieren - wenigstens noch bis Mitte September. Das ist dann mal wieder sehr aufschlussreich, was die Gesamtenergiemenge angeht. Aber... großes Phänomen... sobald ich aufschreibe, reiße ich mich zusammen! Ist das bei euch auch so? Wenn ich schwarz auf weiß sehe, was ich bereits intus habe, verfliegt die Lust aufs Grasen.

Und die Waage bedankt sich... von den über drei draufgepackten Sommerferienkilos sind bereits fast zwei wieder weg. Immer wieder interessant, dass es funktioniert, sobald man sich an die eigenen Ratschläge hält. ;)

Aber dem noch nicht genug, es folgt Lösungsansatz Numero 3:

Es wird wieder den ollen, wohlbekannten Wiegetag im Blog geben. Freitags.

*tödötödötödötödötödötödötödötödötödötödötödötödötödötödötödö*zingzingzingzing*
Und wieder zieht der weiße Hai seine Bahnen... Und gleichzeitig ein wenig aus dem Film "Psycho", halt die Duschszene


Dem "dreckigen Dutzend" wird der Garaus gemacht.
Ich will die U70 sehen.
Weg damit.

Ende Ansage.

Noch zweimal schlafen bis zum Wiegetag.

*ommmmm*

:)








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