Mittwoch, 25. Februar 2015

Meine Mama macht's

Wenn es einen Menschen in meiner Umgebung gibt, der immer wieder mit dem Kopf schlockert, weil ich schon wieder mit der nächsten Idee um die Ecke komme, dann ist das meine Mama.

Sie kann es tatsächlich bis heute kaum fassen, wie ich nach und nach mein Leben auf links gedreht habe. Und ist gleichzeitig natürlich unglaublich stolz und froh darüber. Ich kann mir vorstellen, dass es als Mutter sehr traurig sein muss, wenn man zusieht, wie das eigene Kind immer dicker, unglücklicher und kraftloser wird, man selbst aber nichts ändern kann, nicht "ran kommt". 

So war es mit ihr und mir. Ich habe KOMPLETT gesperrt, wenn sie mir mit dem Thema Abnehmen kam. Und wenn ich komplett sage, dann meine ich komplett. Im Gegenteil - ich konnte im Zweifel sogar aus dem Stand sehr böse, laut und aggressiv werden. Einfach, damit sie sofort aufhört und begreift, dass ich das Thema nicht besprechen will.

Als ich dann mit LCHF den Dreh raus hatte und abnahm, war ihr Jubel zunächst noch verhalten. Wie oft hatte ich nicht vorher schon versucht meiner schwierigen Situation den Garaus zu machen? 

Im Herbst/Winter 2009 als ich von meinen ersten Joggingversuchen mit puterknallroter Birne wieder Zuhause ankam, stand sie da und sah mich ganz merkwürdig an.

Wochen später sagte sie:
"Weißt du - in dem Moment als du völlig fertig von deiner Joggingrunde zurück kamst, knallrot angelaufen, DA wusste ich ganz genau, dass du es dieses Mal verdammt ernst meinst."

Wie ich gerade jetzt darauf komme?

Meine Mama kommt mich gleich besuchen (sie wohnt nicht gerade um die Ecke) und wird mich vielleicht das allererste Mal als Trainerin live erleben. Hat sie noch NIE! Nicht als Zuschauer - nein, als Mitmacher.

Ich bin ein bisschen uffjerecht. Komisch, oder?
Das fühlt sich ein wenig wie eine kleine interne Prüfung an.
Obwohl es doch nur die Mama ist.

Hihi.

Nu denne!
Ich bin tierisch gespannt, was sie HINTERHER sagen wird.



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