Mittwoch, 7. Juni 2017

LCHF: Mundräuberin

Seit einigen Wochen achte ich wieder genauer auf meine Ernährung. Wobei, das ist jetzt vielleicht ein wenig irreführend. LCHF war und ist und bleibt meine Ernährung, ABER ich schau genauer auf die Mengen, die ich zu mir nehme. Da hat sich nämlich echter Schlendrian eingeschlichen. Altes Lied: Vermeintlich zu wenig Zeit, um auf sich selbst acht zu geben. Blabla. Brauchen wir gar nicht zu diskutieren, ist eine ungute Angewohnheit von mir.

Ich könnte auch sagen, dass ich wieder angefangen habe, abzunehmen, aber ich kenne mein kleines, nerviges Innenich, das immer dann wieder einzuknicken droht, wenn ich hier im Blog LAUT sagen würde, dass ich das täte (oder so), darum tu ich das eben nicht. Nein, ich habe keine Ahnung, warum ich so reagiere, nicht alles lässt sich einwandfrei erklären.

Falls sich jetzt jemand sorgt: Ich bin nicht "unglaublich ausgeufert", aber es gab eine unschöne, schleichende Waagentendenz in eine nicht von mir präferierte Richtung. Ruder ist rumgerissen und ich bin wieder bei 79kommairgendwas kg angekommen. Jetzt, wo ich so schön drin bin, würde ich natürlich gerne noch ein bisschen weiter.. Aber das sag ich eben nicht laut. Warten wir es ab.

Daher von mir: Ich achte einfach auf die Mengen, die ich esse, und das seit Ende April. PUNKT!

Dabei ist mir eines sehr stark aufgefallen: Ich mundraube!

Es liegen noch ein paar Gurkenscheiben rum? Weg damit - in den Mund. Muss man ja nicht wegschmeißen. Sind doch nur Gurkenscheiben. (Nein, sind es nicht, es geht ums Prinzip)

Ich koche? Nun, da MUSS man doch abschmecken und probieren, nicht wahr? (Nein, das ist natürlich kein Drama, wenn man EINMAL ein BISSCHEN abschmeckt und probiert... )

Ich brate Fleisch an? Hab ich schon mal erzählt, dass ich eine ausgesprochene Schwäche für rohes (!) Rindfleisch habe? Nein? Ist dummerweise so. (Jaja, siehe Punkt zuvor!)

Es sind noch Reste vom Essen über? Dann frier ich die doch mal ein. Wobei... DAS Bisschen kann ich ja wohl auch schnell aufessen. (Mutier ich wieder zu der Biotonne, die ich früher einmal war?)

Im Kühlschrank weint leise eine einsame Scheibe Käse? Kein Problem, die Rettung in Form von kauender Mutti naht. (Ich bin so eine gute Seele...)

ÄTZEND!


Mein bevorzugter Tatort!


Und soll ich euch sagen, was daran das Blödeste ist?
MAN REGISTRIERT DIESES ZWISCHENDURCHGEKAUE NICHT!

Stimme aus dem Off: Stop, Frau Sudda, schieben Sie das mal bitte nicht in ihrer Formulierung auf andere oder die Allgemeinheit... Da tendieren Sie zu...

Also nochmal neu:
ICH registrierte dieses Zwischendurchgekaue nicht. (JETZT registrierte ich es nämlich sehr wohl.)

Und ich kann nur grob erahnen, wie viel überflüssig gegessene Energie dabei zusammen gekommen ist, so über die Monate betrachtet. Meine Lösung dafür ist, dass ich versuche, in allen Momenten, in denen ich Nahrung nahe komme, bewusst anwesend zu sein und nicht im Autopilotmodus. Dennoch erwisch ich mich manchmal doch mit den Fingern am Essen auf dem Weg zum Mund, Gewohnheiten stellen sich leider nicht im Handumdrehen ab. Aber ich arbeite daran.

Jedenfalls... ich bin echt froh, dass mir das aufgefallen ist. Wollte ich euch nur mal alles ein bisschen erzählen.




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