Samstag, 10. Juni 2017

Menschliches: Von Kleidung und SelbstÜBERschätzung

Gestern traf ich mich mit der Tochter in Köln. Es war ihr Geburtstag und zu ebendiesem hatte sie sich gewünscht, dass sie mit mir gemeinsam ihr Geburtstagsbudget auf den Kopf hauen dürfte. Da bin ich doch sofort dabei!

Und so hatten wir einen tollen, gemeinsamen Tag und haben schöne Sachen für sie gefunden. Lecker Essen waren wir auch noch. Was will man mehr. So Mutter-Tochter-Events sind was ganz besonderes.

Exkurs: Ich bin übrigens eine ausgesprochen begehrte Shoppingbegleiterin. Da hab ich Geduld und Spürsinn und Nerven wie kaum eine zweite. Solltet ihr also mal auf der Jagd nach DEM Outfit sein, ruft mich an, schreibt mir - vielleicht komme ich mit. Das macht mir total Spaß. 

Ganz anders verhält es sich übrigens, wenn ICH was brauche. Da will ich nix und niemanden um mich haben. Das mag ich gar nicht leiden. 


Von Kleidung


Klar war: ICH brauch nix - theoretisch! Als ich abgenommen hatte, bin ich nämlich vorübergehend einem echten Kaufrausch verfallen. Plötzlich passten alle möglichen Klamotten in normaler Größe und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.

Daher verfüge ich über ein erstaunliches Portfolio von z.B. Blusen und Hemden. Die finde ich nämlich total schön. Problem: Ich trage sie eigentlich so gut wie nie. Zum einen macht es in meinem Alltag ziemlich Sinn, die meiste Zeit in Sportklamotten zu verbringen, weil ich sowieso ständig zum oder vom oder beim Sport bin und - und das ist noch deutlich schwerwiegender:

Bügeln steht auf meiner persönlichen HaushaltsSHITlist ganz, ganz, ganz oben!

Bügeln umgehe ich wie der Teufel das Weihwasser und ich werde nienienie verstehen, wie Menschen diese Tätigkeit "entspannend" finden können oder "meditativ". Von daher sind Blusen natürlich eigentlich eine höchst dämliche Anschaffung.

Außerdem habe ich Lieblingskleidung und die ziehe ich - neben Sportsachen - in erster Linie an. Strategisch praktisch liegen diese Klamotten in meinem Kleiderschrank auch schön in Sicht- und Griffhöhe. Alles darüber und darunter nehme ich gar nicht mehr richtig wahr, obwohl reichlichst vorhanden.

In der Summe der Dinge finde ich das so doof, dass ich Folgendes beschloss:

Ich habe das ehemalige Zimmer der Tochter nach ihrem Auszug okkuppiert. Für mich übrigens das schönste im ganzen Haus. Fast 20 qm mit kleinem, französischen Balkönchen. Dorthin werden meine Kleiderschränke umziehen. Dann miste ich harsch aus, sortiere anders ein und sichte, ob und was ich neu brauche.

VORHER GIBT ES NICHTS NEUES, FROLLEIN!

Soweit der Beschluss.

Wie jetzt schlussendlich gestern dann doch 2 Sommerhosen und 2 Oberteile für mich hier Zuhause ankommen konnten, entzieht sich meiner Ahnung total. Seufz. Immerhin keine Bluse, ist doch schon mal was.

Gut, die 3 Paar Socken zählen nicht, die brauchte ich bestimmt wirklich.

Außerdem... Wer kann bei solchen Werbebotschaften auf den kleinen Etiketten schon NEIN sagen?
Sehr raffiniert!




SelbstÜBERschätzung


Ich gehöre zu den Menschen, die niemalsnienicht vor Ort im Geschäft Kleidung anprobieren. Ich sehe, ob mir das Kleidungsstück passt und dann kauf ich das halt.

Falsch.. ich SAH, ob mir ein Kleidungsstück passt, und dann kaufte ich das halt.

Es ist mir jetzt schon zweimal passiert, dass ich zu große Oberteile gekauft habe! Anscheinend stimmt derzeit mein Selbstbild nicht mit der Praxis überein. Möchte ich mich immer noch gründlich verhüllen oder verstecken? Keine Ahnung. In beiden Fällen waren es übrigens Pullover.

Ab sofort wird jedenfalls anprobiert vor dem Kauf.

Auf ins Wochenende. Heute Familie hier zum Grillen wegen Tochtergeburtstag. Ich muss dringend mit den Vorbereitungen anfangen. Kreisch. 



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